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„Ich könnte grad noch mal heiraten, so schön war es“

Sabrina und Thomas haben sich am 5. Mai 2012 standesamtlich getraut. Die Westernhochzeit stand unter dem Motto „Wild West“ bei der „Bull-Riding“ Pflicht war. Es wurde zwar nicht in Cowboystiefeln geheiratet, dafür aber scharf geschossen mit Westernutensilien, mit denen sich die Gäste ablichten lassen konnten. Ein interessanter Bericht über ein abenteuerlustiges Paar, das sich immer wieder für eine Mottohochzeit entscheiden würde.

HOCHZEIT FEIERN: Liebe Sabrina, lieber Thomas, ihr habt euch am 5. Mai 2012 standesamtlich in Freiburg das Ja-Wort gegeben. Es war eine Hochzeit der besonderen Art, denn das Motto war „wilder Westen“. Wie seid ihr auf diese außergewöhnliche Idee gekommen?

Sabrina: Da mein Mann in der Guggemusik Eckepfätzer spielt und deren aktuelles Kostüm ein Cowboy ist, war die Idee schnell geboren.

HOCHZEIT FEIERN: Zu einer Westernhochzeit gehört sicher auch eine spektakuläre Ankunft am Standesamt, oder?

Sabrina: Da ein Planwagen recht schwer zu bekommen war, haben wir uns für einen Chevrolet „Bel Air“ entschieden. Ein Traumauto. Mein Mann wäre am liebsten auf einem Pferd gekommen, aber er kann nicht reiten und in der Innenstadt schwer realisierbar.

HOCHZEIT FEIERN: Zum Thema Standesamt gibt es auch eine witzige Anekdote. Was ist genau geschehen?

Sabrina: Wir haben uns ja sehr früh am Standesamt angemeldet um uns den Termin genau auszusuchen. Wir haben extra den letzten Termin an diesem Tag genommen, 13:40 Uhr, da das Standesamt um 14 Uhr schließt. Aufgrund der großen Nachfrage an diesem Datum, 5.5, musste das Standesamt noch einen Termin nachschieben. Ich fürchte, dass nachfolgende Brautpaar hat sein Ja-Wort kaum gehört, so laut war die Musik. Als das Brautpaar rauskam war der Rathausplatz noch so gefüllt, dass sie fast nicht rauskamen. Wir haben ihnen dann ein Glas Sekt vorbeigebracht und auf unseren zukünftigen gemeinsamen Hochzeitstag angestoßen.

HOCHZEIT FEIERN: Dein Mann gehört zu der Guggenmusik „Eckepfätzer Freiburg“. Welche Rolle spielte die Gruppe während der Hochzeit? Haben sie euch ein „Hochzeitsständchen“ gespielt?

Sabrina: Ja sogar zweimal. Zuerst direkt nach der Trauung vor dem Rathaus. Ein wahnsinniges Erlebnis, wenn man durch den Torbogen läuft und die Musik beginnt zu spielen. Das hat so viel Aufmerksamkeit erzeugt, dass der Platz mit ca. 300-400 Menschen gefüllt war. Später haben sie vor der Buffeteröffnung noch einmal gespielt, da hat es sich mein Mann auch nicht nehmen lassen mitzuspielen.

HOCHZEIT FEIERN: Da es eine Westernhochzeit war, wie müssen wir uns dein Brautkleid vorstellen? Hast du in Cowboystiefeln geheiratet?

Sabrina: Das hatte ich zuerst vor, aber dann habe ich mich bei einem Einkaufsbummel in dieses Kleid verliebt. Das musste es sein.
Da mein Mann auch nicht das Kostüm angezogen hatte, sondern einen Gehrock, so wie Sky Dumont in Schuh des Manitu, hat alles gut zusammengepasst.

HOCHZEIT FEIERN: Gab es einen Dresscode für die Gäste?

Sabrina: Das Motto Western hat den Dresscode geregelt. Die Guggemusik erschien komplett im Cowboy Outfit und einige der Gäste auch.
Alle anderen waren festlich gekleidet wie bei anderen Hochzeiten auch. Es hat aber gut harmoniert.

HOCHZEIT FEIERN: Gefeiert wurde, dem Motto entsprechend, auf einer Ranch. Welche Attraktionen gab es auf der Feier?

Sabrina: Die Eckepfätzer hatten einen echten Bullriding-Simulator organisiert, der rege von allen genutzt wurde. Das war richtig lustig. Mein Mann hätte in dem Moment doch lieber Jeans und Lederchaps angehabt. 😉 die Männer hatten Spaß Nägel in den Holzpflock zu schlagen. Für die Kinder war alleine die Location ein Erlebnis mit all den Westernutensilien. Abends haben wir dann noch ein großes Lagerfeuer gemacht und die Kinder konnten Stockbrot & Marshmallows grillen.

HOCHZEIT FEIERN: Interessieren würde uns auch was es zu essen gab. Wurde gegrillt?

Sabrina: Selbstverständlich, etwas anderes hätte gar nicht zu dem Motto gepasst. Wir hatten das Catering nicht in einem Restaurant bestellt, sondern direkt bei Partyservice  Sumser, die sich auf Grillfeste spezialisiert haben. Die Auswahl an Grilladen war unglaublich, Wurst, Fisch und Fleisch in allerlei Variationen.

HOCHZEIT FEIERN: Es gab eine sogenannte Fotobox für die Gäste. Was genau ist das?

Sabrina: Das war die Idee unseres Hochzeitsfotografen Maik Uhlig. Es ist eine fest auf einem Stativ montierte Kamera mit Funkauslöser. Ein paar lustige Utensilien (Schild zum beschriften, Bilderrahmen, Hüte, etc.) Vorteil ist, dass die Leute in verschiedensten Gruppierungen ihre eigenen Fotos schießen. Was dabei herauskommt ist echt total schön.

HOCHZEIT FEIERN: Was war euer schönster Moment, den ihr gerne mit uns teilen würdet?

Sabrina: Der Moment als wir aus dem Standesamt kamen, meine ganzen Arbeitskolleg/innen Spalier standen und die Guggenmusik unser Lieblingslied spielte (Tornero) war echt überwältigend.

HOCHZEIT FEIERN: Würdet ihr euch jeder Zeit wieder für eine Mottohochzeit entscheiden?

Sabrina: Jederzeit. Es lockert die Feier doch auf, wenn man in eine bestimmte Richtung plant.

HOCHZEIT FEIERN: Viele Stars geben sich ein paar Jahre später erneut das Ja-Wort. Wäre das etwas, das für euch in Frage käme?

Sabrina: Einmal gegeben sollte doch ausreichen sagt mein Mann, ich könnte grad noch mal heiraten, so schön war es:-)

HOCHZEIT FEIERN: Was kannst du unseren „zukünftigen Bräuten“ als „ehemalige Braut“ raten?

Sabrina: Das sie den schönsten Tag im Leben  genießen sollen. Vor allem, soll man sich beim planen nicht verrückt machen. Wenn der Rahmen steht ist alles OK, es lassen sich nie alle Eventualitäten im Voraus planen.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen Dank für dieses spannende Interview. Wir wünschen alles Gute für die Zukunft.

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