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„Ich würde alles wieder so machen“

Am 1. September 2012 feierten Anika und Mario ihre freie Trauung.  Eine Braut, die von Anfang an wusste, dass sie einmal im Garten ihrer Eltern unter einem wunderschönen Rundbogen heiraten würde. Sie erzählte uns von dem perfekten Moment, als sie ihr Brautkleid fand und wie wichtig es sei, stets auf sein Bauchgefühl zu hören. Ein schöner Bericht über ein Paar, das weder Harley Davidson, noch Gesangseinlage scheute, um den Gästen einzuheizen.

HOCHZEIT FEIERN: Liebe Anika, ihr habt euch am 1. September 2012 im Garten deiner Eltern trauen lassen. Wie seid ihr auf diese außergewöhnliche Idee gekommen?

Anika: Meine Eltern wohnen in einem Holzhaus mit einem wunderschönen Garten und drei großen Teichen, über die eine Holzbrücke führt. Da war mir von Anfang an klar, wenn ich irgendwann heirate, dann dort mitten auf der Brücke.

HOCHZEIT FEIERN: Musstet ihr Behördengänge absolvieren, damit die Trauung im Garten stattfinden konnte?

Anika: Nein, da uns ein freier Theologe traute. Wir haben das Thema auch mit unserem evangelischen Pfarrer besprochen, aber der darf ja leider nur an geweihten Orten trauen. Aber er hat uns angeboten bei schlechtem Wetter in die Kirche auszuweichen wo er dann zusammen mit unserem freien Theologen Thomas Hoffmann die Trauung durchgeführt hätte. Aber der Wettergott hat ja dann zum Glück doch mitgespielt.

HOCHZEIT FEIERN: Welche Vorteile bietet ein Garten im Vergleich zu anderen Plätzen?

Anika: Die ganze Atmosphäre ist meiner Meinung nach ungezwungener, freier und einfach nur wunderschön und außergewöhnlich. Die Kinder konnten sich frei bewegen. Die Gäste waren begeistert und fanden es schöner als in einer Kirche. Ein Höhepunkt im Garten waren auch die Gospelsänger, die während der Trauzeremonie und anschließend verschiedene Lieder sangen, begleitet von einem Keyboard. Wenn ich nur schon jetzt hier wieder darüber berichte, komme ich schon wieder ins Schwärmen – so schön war das alles.

HOCHZEIT FEIERN: Gab es ein bestimmtes Motto/Thema bei der Dekoration? Habt ihr die Dekoration selbst gebastelt?

Anika: Ein Motto gab es nicht wirklich. Unsere Floristin hat mit wenigen Mitteln einen typischen Ort für unsere Trauung erschaffen. Ich wollte unbedingt einen Rundbogen unter dem wir getraut werden, den hat sie wunderschön mit weißen Rosen und Tüchern und Bändern geschmückt. Die Brücke war natürlich auch geschmückt und im Garten waren 4 große Vasen mit weißen Rosen und langen Stäben verteilt. Wie sagte sie so schön- „Bei einem Garten ist weniger eher mehr“. Die Autoschleifen haben wir selbst gebastelt. Ansonsten hatten wir bei der Trauzeremonie an Dekoration nur noch ein paar Luftballons. Bei der After Wedding Party hatte ich verschiedene gekaufte Deko-Artikel passend zum Thema Hochzeit.

HOCHZEIT FEIERN: Am 30. August 2012 habt ihr standesamtlich geheiratet. Hattest du ein anderes Kleid zur Zeremonie im Garten, als zum Standesamt an?

Anika: Ja beim Standesamt hatte ich ein braunes Kleid an, ich wollte die Spannung nicht schon von vornerein nehmen. Mein Zukünftiger sollte das Brautkleid erst sehen, wenn ich aus dem Haus zu ihm auf die Brücke laufe.

HOCHZEIT FEIERN: Wie hast du dein Brautkleid gefunden? Nach Bauchgefühl entschieden oder mit Freundinnen ausgesucht?

Anika: Ich hatte vorher keinerlei Vorstellung, außer, dass es etwas schlichtes sein sollte. Ich bin dann mit meiner besten Freundin, die auch Trauzeugin ist, zum Brautladen gegangen. Nach ca. sechs anprobierten Kleidern hatten wir dann „mein“ Kleid gefunden! Es war einfach da – dieses Gefühl, das jede Braut beschreibt. „Ja das ist es“.

HOCHZEIT FEIERN: Nach der Zeremonie im Garten ging es zur „After Wedding Party“. Wo hat sie stattgefunden?

Anika: Die After Wedding Party fand auch bei uns im Ort statt. Etwas außerhalb gelegen, gibt ein großes Gelände des ortsansässigen Speedway-Vereines. Die Fläche haben wir gemietet, da wir ja auch mit ca.250 Personen gerechnet haben.
Zusammen mit unseren Gästen (60 Personen) sind wir dann im Autokorso geleitet von 2 Harley-Davidson Motorrädern zur Location gefahren.

HOCHZEIT FEIERN: Verrätst du uns auf welches Lied ihr euren Hochzeitstanz getanzt habt?

Anika: Das ist eigentlich ein eher unbekanntes Lied von einem tollen Sänger namens Oliver Mager aus der Umgebung und nennt sich „Romeo und Julia“. Aber wunderschön und absolut passend für Hochzeiten.

HOCHZEIT FEIERN: Welche Besonderheiten hatte die „After Wedding Party“?

Anika: Es gab eine Hüpfburg und Kinderecke für die Kinder. Nur zu empfehlen, da die Eltern sich so doch ein wenig entspannen können und die Kinder garantiert nicht heim wollen. Wir hatten ein großes Zelt gestellt (für alle Fälle, wegen dem Wetter). Einen DJ der Musik nach jedem Geschmack gespielt hat. Einen tollen Caterer, der tolles Essen live vor Ort zubereitet hat. Die Mädels meiner Fußballmannschaft hatten einen Wunschbrunnen gebaut ,in dem die Gäste noch den ein oder anderen Taler hinein werfen konnten.

HOCHZEIT FEIERN: Was war unvergesslich an diesem Abend?

Anika: Bei meinem Junggesellinenabschied haben meine Freundinnen mit mir ein Lied im Tonstudio aufgenommen, das haben wir dann an diesem Abend noch einmal zum Besten gegeben. Und der absolute Höhepunkt war dann um 22 Uhr als eine professionelle Firma ein schönes Feuerwerk in die Luft geschossen hat. Im Anschluss daran durfte natürlich die Hochzeitstorte nicht fehlen. Und wer hatte die Hand oben? Natürlich die Braut (lach). Ein Freund hat sogar angeboten, den Shuttle-Service für die Gäste zu machen. So das auch Gäste von anderen Orten sicher heimgefahren wurden.

HOCHZEIT FEIERN: Was war euer schönster Moment am Tag der Hochzeit?

Anika: Ganz sicher die Trauzeremonie im Garten

HOCHZEIT FEIERN: Wie habt ihr die Feier ausklingen lassen?

Anika: Anfangs kamen wir gar nicht dazu etwas zu essen oder zu trinken, da immer wieder neue Gäste eintrafen. Das haben wir dann in nächtlicher Stunde nachgeholt und haben dann auch mal intensivere Gespräche mit unseren Gästen geführt. Gegen 4.00 Uhr sind wir einfach nur noch ins Bett gefallen.

HOCHZEIT FEIERN: Würdet ihr im Nachhinein etwas anders machen oder ändern?

Anika: Nein, ich würde alles wieder so machen. Wir können wirklich sagen es war zu 100% so wie wir uns diesen Tag gewünscht haben.

HOCHZEIT FEIERN: Dein Tipp als „ehemalige Braut“ an alle zukünftigen Bräute?

Anika: Früh genug mit der Planung anfangen, eine Hüpfburg oder Spielecke für die Kinder. Und einfach so planen und gestalten, wie man das selbst möchte und sich nicht von dritten beeinflussen lassen.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen Dank für das schöne Interview. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft.

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